Wieder spüren, wer ich bin – warum Verstehen allein oft nicht reicht
- Carina Schmitz

- 3. Juni
- 4 Min. Lesezeit
Transparenzhinweis: Dieser Beitrag enthält eine persönliche Empfehlung für das Buch „Wieder spüren, wer ich bin" von Dr. Frauke Bataille. Frauke war eine meiner beiden Ausbilderinnen im Rahmen meiner Coaching-Ausbildung am INHESA Institut Berlin.
Ich begegne immer wieder Menschen, die sich selbst erstaunlich gut verstehen.
Sie wissen, warum sie erschöpft sind.
Sie wissen, warum sie immer wieder dieselben Konflikte erleben.
Sie wissen, warum sie ihre Grenzen überschreiten.
Und trotzdem verändert sich nichts.

Ich kenne das selbst sehr gut. Lange Zeit habe ich versucht, meine chronische Migräne vor allem über Verstehen zu lösen. Ich habe analysiert, gelesen, reflektiert und Zusammenhänge erkannt. Ich wusste oft ziemlich genau, was mich belastet, was mir nicht guttut und was ich eigentlich anders machen sollte. Und trotzdem bin ich immer wieder über dieselben Grenzen gegangen.
Was mir gefehlt hat, war etwas anderes:
das bewusste Spüren.
Die Erkenntnis kam nicht über noch mehr Wissen
Ich selbst lebe seit über dreißig Jahren mit chronischer Migräne.
Über viele Jahre habe ich versucht herauszufinden, welche Faktoren meine Migräne beeinflussen. Ich habe mich mit Ernährung beschäftigt, mit Stress, mit Triggern, mit Routinen und Lebensstilfaktoren. Vieles davon war hilfreich.
Aber erst durch die tägliche Reiki-Selbstanwendung begann ich Zusammenhänge zwischen meiner Migräne, meinen Emotionen und meinen Bedürfnissen wirklich zu erspüren. Zusammenhänge, die ich vorher zwar im Kopf durchdacht hatte, aber nie ganzheitlich verstanden hatte. Ich begann wahrzunehmen, wie oft ich meine eigenen Bedürfnisse überging. Wie oft ich Anspannung für Normalität hielt. Wie oft ich Warnsignale bemerkte – und trotzdem weitermachte. Diese Erkenntnisse kamen nicht durch noch mehr Nachdenken. Sie kamen durch Wahrnehmung. An meinem Verstand vorbei. Durch einen besseren Zugang zu mir selbst.
Warum mich Frauke Batailles neues Buch sofort angesprochen hat
Vor einigen Wochen habe ich begonnen, das neue Buch meiner Coaching-Lehrerin und Mitbegründerin des INHESA Instituts Berlin, Dr. Frauke Bataille, zu hören:
„Wieder spüren, wer ich bin“
Schon nach den ersten Kapiteln hatte ich das Gefühl, dass der Titel etwas beschreibt, was viele Menschen heute erleben. Nicht weil sie sich verloren hätten.
Sondern weil sie im Alltag den Kontakt zu sich selbst Stück für Stück verloren haben.
Frauke schreibt:
„Wenn über eine längere Zeit die Verbindung mit uns selbst unterbrochen ist, wir von uns dis-connected sind, bleibt das auch auf körperlicher Ebene nicht folgenlos. Es kommt zu einer Störung der Interozeption, also der Wahrnehmung körperinterner Signale wie unserer Atemtätigkeit, unserer Verdauung oder unseres Herzschlags. In der Forschung geht man davon aus, dass die Interozeption Voraussetzung für das Wahrnehmen und Erkennen der eigenen Emotionen ist.“
Dieser Gedanke hat mich sofort berührt. Denn genau das beobachte ich auch in meiner Arbeit. Viele Menschen funktionieren. Viele leisten. Viele kümmern sich um andere. Aber sie nehmen die Signale ihres eigenen Körpers kaum noch wahr.
Und wenn wir nicht mehr spüren, wie es uns geht, wird es schwer, Entscheidungen zu treffen, die wirklich zu uns passen.
Warum Coaching für mich nicht bedeutet, Lösungen vorzugeben
Genau deshalb erkläre ich auch in jedem Erstgespräch, dass ich im Coaching nicht berate.
Ich gebe keine fertigen Strategien vor.
Ich liefere keine Patentrezepte.
Und ich präsentiere keine universellen Lösungen.
Das ist manchmal überraschend. Denn natürlich wäre es oft angenehmer, wenn jemand einfach sagen könnte: „Mach A, dann wird B passieren.“
Aus meiner Sicht ist genau dieser Weg jedoch selten nachhaltig.
Denn das Erkennen der eigenen Bedürfnisse, Emotionen, Werte und Grenzen kann niemand für einen anderen Menschen übernehmen. Dieser Prozess ist hoch individuell.
Klarheit entsteht zwischen Kopf und Körper
Meine Klient:innen kommen nicht zu mir, weil ihnen Wissen fehlt.
Sie haben ihre Situation verstanden. Aber sie haben sie noch nicht verkörpert.
Deshalb verbinde ich Health Coaching mit Jikiden Reiki.
Nicht weil Reiki alleine alle Antworten liefert.
Und nicht weil Coaching alleine nicht wirksam wäre.
Sondern weil beide gemeinsam einen Raum schaffen können, in dem Erkenntnisse nicht nur gedacht, sondern tiefer gespürt werden und dadurch integriert werden können.
Ein weiteres Zitat aus Frauke Batailles Buch lautet:
„Jeder Mensch möchte das Leben leben, das er sich wünscht. Er möchte frei darüber entscheiden, wie er lebt, mit welchen Leuten er sich umgibt und in welchem Job er sich gut einbringen kann. Das gelingt uns dann am besten, wenn wir einen guten Zugang zu uns haben und wissen, was wir wollen und was uns guttut. Wenn wir uns selbst gut verstehen – wenn wir wieder spüren, wer wir sind – und entsprechend handeln.“
Für mich beschreibt das sehr treffend, worum es in Coaching letztlich geht.
Nicht darum, jemand anderes zu werden. Nicht darum, sich zu optimieren.
Nicht darum, immer leistungsfähiger zu werden.
Sondern darum, wieder in Kontakt mit sich selbst zu kommen.
Mit den eigenen Bedürfnissen.
Mit den eigenen Grenzen.
Mit den eigenen Ressourcen.
Und daraus Entscheidungen zu treffen, die langfristig tragen.
Mein Fazit
Das Buch „Wieder spüren, wer ich bin“ hat mich bereits auf den ersten Seiten daran erinnert, warum ich Health Coachin geworden bin.
Weil ich davon überzeugt bin, dass nachhaltige Veränderung nicht allein im Kopf entsteht. Sondern dort, wo Verstehen und Wahrnehmen zusammenkommen.
Wer sich für die Verbindung von Coaching, Selbstwahrnehmung, Körperwissen und echter Selbstwirksamkeit interessiert, dem kann ich dieses Buch von Herzen empfehlen.
Du möchtest mit mir zusammenarbeiten?
Starte mit PUR BASIC. In meiner Energie-Bestandsaufnahme schauen wir gemeinsam auf deine aktuelle Situation, deine Ressourcen und die Signale, die Kopf und Körper dir bereits zeigen.
Danach entscheidst du, welcher Weg für dich sinnvoll ist.
